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Leutnant Dino kommentiert

Das Homeoffice und der Schreibtisch

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Mein Junger Rammler und Lieblingsnachbar, neben einem anderen Nachbarn, den ich auch besonders mag, hat sich einen höhenverstellbaren Schreibtisch gegönnt. Schließlich arbeitet er seit Monaten im Homeoffice. Im Frühjahr erst hatte er sich einen neuen Schreibtisch in Weiß mit gehärteter Oberfläche gekauft, den er nun an mich abgestoßen hat. Doch ich bin etwas zwiegespalten. Werde ich als kostenlose Entsorgungsstation für alten Müll missbraucht oder hat er mir etwas Gutes getan? Eine schwierige Frage. Sein Tisch, der jetzt meiner ist, passt prima bei mir ins Archiv, da ich sowieso alles in weiß habe. Vorher stand da ein Holztisch und das sah irgendwie Scheiße aus. Jedenfalls habe ich das Archiv etwas umgeräumt, da hier auch das Sofa für den Bulldog steht. Schließlich muss mein Bulldog einen Ruheraum haben. Die Maus arbeitet jeden Tag so hart für mich. Aber zurück zum Tisch. Da ich wie gesagt beim Umräumen war, habe ich endlich mal die Deckenleuchte ausgetauscht. Jetzt ist der Raum schön hell. Der Tisch passt prima rein und macht das Archiv sogar zu einem zusätzlichen Arbeitsplatz. Wenn mein Bürokollege mal frech wird, kann ich ihn ins Archiv verbannen. Mit dem Köter zusammen. Da können beide vor sich hinstinken bis sie wieder brav sind. Erst dann lasse ich sie raus. Ok, ganz so hart bin ich nicht.

Der Junge Rammler hat mir schmunzelnd gesagt, dass ich durchaus etwas Gutes für ihn tun könnte. Für den Schreibtisch, den er mir geschenkt hat. Ich? Ist das sein Ernst? Er verdient ein Vielfaches von mir und ist damit de facto reich. Das mag zwar keine hohe Kunst sein, mehr als ich zu verdienen, aber mehr ist eben mehr. Ich denke, dass ein wohlhabender junger Mann mich hier abzocken will. Er weiß eh nicht wohin mit dem alten Tisch und müsste mit großem Aufwand zum Werkstoffhof fahren, um ihn dort zu entsorgen. Um es genau zu nehmen, sollte er mir etwas Geld geben, weil er durch mich immense Entsorgungskosten gespart hat. Andererseits ist der Tisch sehr schön und passt gut ins Archiv. Vielleicht bin ich mal nicht so und schenke ihm eine Kiste Bier. Schließlich passt er ab und an auf den Bulldog auf, was eine gute Tat ist. Und die Kosten für eine Kiste Bier hauen mich nicht um, obwohl ich mich schon etwas einschränken muss. Das Geld ist eben knapp wie überall. Viel Arbeit und wenig Kohle. Wer kennt das nicht?

Seit dem ersten Lockdown boomt das Homeoffice. Ob das gut oder schlecht ist, das muss jeder Einzelne für sich entscheiden. Den Männern auf dem Bau hilft es leider herzlich wenig, denn das Infektionsrisiko auf der Baustelle bleibt bestehen. Der Superspreader ist dort der Baucontainer. Draußen ist es kalt, der Container kuschelig warm und Käffchen gibt es auch. Dann ist die Bude voll, einer hustet und schon sind alle infiziert. Das ist passiert, aber zum Glück nicht bei mir. So schnell kann es gehen. Leider leidet meine Baustelle darunter, weil nun die Arbeiter fehlen. Früher sind die Bauherren regelrecht ausgerastet, wenn es nicht voran ging, aber heute ist das Verständnis für Verzögerungen ziemlich groß. Es kann jeden mit Corona erwischen.

Auf dem Bau gibt es durch Corona de facto keine Beschränkungen. Alles geht weiter ohne besondere Vorkehrungen. Die FFP2 Maske ist so dicht, dass sie für schwere Arbeiten nicht taugt. Man bekommt keine Luft und würde ersticken, lange bevor einen der Virus killt. Also trägt niemand eine Maske. Das ist so. Ob gut oder schlecht, anders geht es nicht.

Ich fahre zu den Baustellen wie früher auch. Mich hat es bis jetzt nicht erwischt, weil die Baujungs an der frischen Luft arbeiten und da ist das Infektionsrisiko ziemlich gering. Bei Kundenbesuchen halte ich immer etwas Abstand, natürlich mit Maske. Da droht dann nichts und ich mache meine Arbeit. Mein Bulldog ist immer dabei. Lieber bei mir, als alleine zu Hause. Das wird sich der Bulldog denken. Letztens war ich bei einer Bauwerksprüfung und übergab den Bulldog einer Sekretärin. Ich habe sie natürlich vorher gefragt. Dummerweise hat sich der Bulldog nicht für sie interessiert, obwohl sie genau meine Zielgruppe ist. Erst als der Hausmeister zur Sekretärin kam, war meine Betti glücklich. Er nahm den Bulldog und freudestrahlend dackelte mein Hündchen mit dem Hausmeister durchs Haus. Das ist schon cool. Mein Bulldog ist an Liebe zu Männern nicht zu überbieten. Hauptsache Spaß haben. Aber das Herrchen ist eben das Herrchen. Als sie mich sah, kam sie im Vollsprint zu mir. Da wurde mir das Herz warm. Ist Liebe nicht etwas Schönes?

Ja, die Liebe. Das Lieblingsthema schlechthin. Gibt es die Liebe wirklich? Nein, es gibt sie nicht. Wer sich die Frauen, die Scheidungsraten und die Statistiken über das Fremdgehen anschaut, der bekommt eine Gänsehaut. Alles ist auf Beschiss ausgelegt und durch den feministischen Hype wird der Bockmist der Frauen zu Gold erklärt. Der Arsch ist immer der Mann. Egal wie man es dreht. Da vergeht einem regelrecht die Lust. Verheiratete Frauen gehen fremd, weil der Ehemann abends nur von seiner Firma redet. Das geht der Ehefrau auf den Sack. Aber lebt sie nicht prächtig davon? Warum verlässt sie ihren Ehemann nicht? Für den Luxus ist ein Ehemann immer gut, zu mehr meist nicht. Wenn die Ehe zerstört ist, dann sollten Frauen wenigstens so ehrlich sein und ihrem Ehemann die Wahrheit sagen. Frauen wählen diesen Weg nicht. Warum, dass wissen nur die Götter. Meist suchen diese Frauen den optimalen Absprung. Den gibt es nicht und wird es nie geben. Der neue Mann ist meist nicht besser als der Exehemann. Auch da wird eine gewisse Routine einziehen. Ein Mann kann eine Frau generell nicht zufriedenstellen. Das ist wohl der Hauptgrund, dass Frauen früher oder später den Hasenfuß machen. Obendrein gibt es dabei für Frauen jede Menge finanzielle Wohltaten, weil sie immer so bedürftig sind.

Genau aus diesem Grund habe ich meinen Bulldog. Die Liebe ist unendlich groß und sie ist meine ständige Begleiterin. Das weiß ich zu schätzen und verwöhne meine Maus, wo es nur geht. Natürlich zeigt mir mein Bulldog auch mal den Mittelfinger. Letztens ist sie mir morgens um zwei Uhr, nach einem zünftigen Saufgelage, durch die Lappen gegangen und in den Wald gestiefelt. Da hilft kein Rufen oder Schreien. Der Bulldog latscht los in die Freiheit und stellt die Ohren auf Durchzug. Zum Glück war es arschkalt. So dackelte sie nach zehn Minuten wieder zurück ins Haus, wo es schön warm war. Im Sommer hätte ich sie suchen müssen und dann verarscht sie mich. Kurz bevor ich sie habe, rennt sie weg. Ein schönes Spielchen, um den alten Sack von Herrchen in Bewegung zu halten.

Und letztens habe ich gelesen, dass Hundebesitzer länger leben. Das sind gute Nachrichten. Von Frauen war nicht die Rede. Kein Mann mit Verstand glaubt daran, dass eine Frau für einen Mann lebensverlängernd ist. Deswegen lautet mein Fazit ganz klar. Lieber einen Bulldog im Bett statt eine Frau. Und der Bulldog riecht auch noch besser.

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